Handwerk trifft Leidenschaft

Liebe Mitglieder,

gibt es etwas Schöneres, als am Wasser zu stehen und genau zu wissen, dieser Fisch hat gerade auf meine selbstgebundene Fliege gebissen.

Für viele Angler ist das Fliegenbinden die absolute „Königsdisziplin“ – das perfekte Hobby. Es ist der Moment, in dem aus ein paar Federn, etwas Wolle und einem Haken ein kleines Kunstwerk entsteht, das am Ende den entscheidenden Unterschied macht.

Ein Tag voller Fokus und Kreativität
Am 06. Mai war es wieder so weit. Sechs motivierte Mitglieder haben den Alltag hinter sich gelassen und sind eingetaucht in die faszinierende Welt aus Federn, Dubbing und Garn.

In entspannter Runde haben wir gezeigt, dass man kein Profi sein muss, um kleine Kunstwerke zu kreieren. Unter Anleitung von Rafi und Jochen entstanden die ersten eigenen Nymphen, Trockenfliegen und Streamer. Es ist immer wieder beeindruckend zu sehen, wie viel Konzentration und handwerkliches Geschick in jedem einzelnen Köder stecken.

Du hast auch Lust bekommen, deine eigenen fängigen Muster zu entwerfen. Dann Schnapp dir schnell einen Platz für den nächsten Kurs und werde selbst zum Gestalter deiner Köderbox!

Bis dahin ein kräftiges Petri Heil,
Euer Markus

Der Waller – Gigant unserer Gewässer

Der Waller (auch Europäischer Wels) ist einer der beeindruckendsten Süßwasserfische Europas. Sein wissenschaftlicher Name ist Silurus glanis.
Welse gehören zu den Fischen, die zeitlebens wachsen. Wenn man bedenkt, dass sie über 80 Jahre alt werden, kann man sich vorstellen, welch gewaltige Ausmaße sie erreichen können. Kein anderer Süßwasserfisch in Europa lebt so lange und wird so groß wie der Wels.
Mit gut über 2,5 bis knapp 3 Meter länge (Weltrekord 2,92m) und bis zu 160 kg purer Energie ist er ein beeindruckender Räuber in unseren Gewässern, der extreme Anforderungen an Technik, Taktik und Ausdauer stellt.

Welse sind extrem robuste und anpassungsfähige Fische – deshalb kommen sie auch gut in warmen, trüben Gewässern klar. Da der Wels sehr kleine Augen hat, verfügt er als Ausgleich über einen sehr guten Geruchs-, Tast- und GeschmacksSinn. Sein Maul ist mit unzähligen Rezeptoren ausgestattet, die sich z.B. an den Lippen, auf den Barteln, an den Flossen und im Maul befinden. Dank diesen kann der Wels den Unterschied zwischen sauer und süß, sowie bitter und salzig unterscheiden.

Die markanten Barteln des Welses sind zugleich ein Tastorgan, mit dessen Hilfe sich der Wels auch in völliger Dunkelheit orientieren kann. Nicht zufällig ist der Wels ein vorwiegend nachtaktives Tier, der direkte Sonnenstrahlung meidet. Darüber hinaus ist auch das Gehör des Welses sehr gut ausgebildet, sodass er sogar Geräusche über der Wasseroberfläche wahrnehmen kann.

Waller sind stark – deine Ausrüstung muss das aushalten.
Sehr stabile Welsrute mit 200–400 g Wurfgewicht. Große, robuste Stationär- oder Multirolle mit mind. 0,40 mm geflochtener Schnurr. Am großen Einzelhaken hat sich klassisch ein Tauwurm-Bündel gut bewährt. Aber auch Köderfisch oder Fischfetzen sind bevorzugte Köder.

Waller orientieren sich stark über Geruch und Geräusche im Wasser. Kunstköder mit Vibration oder viel Aktion funktionieren daher gut und locken die neugierigen Riesen aus der Tiefe.

In unseren Gewässern besteht eine Entnahmepflicht für diese dämmerungsaktiven Bodenbewohner!

Die Entnahmepflicht für Waller gibt es inzwischen in vielen Gewässern aus fischereibiologischen und ökologischen Gründen.

Der Waller ist ein Spitzenprädator.
Oft werden Welse als furchteinflößende Raubfische dargestellt, die alles verschlingen.
Die Nahrung des Welses ist sehr abwechslungsreich. Der Koloss frisst eigentlich fast alles, was in seine Mundhöhle passt.
Tatsächlich sind sie opportunistische Jäger, sie fressen primär Fische, aber auch Krebse, Frösche und gelegentlich kleine Säugetiere und sogar Wasservögel wie Enten, die sie wie ein „Staubsauger“ einsaugen.

In Gewässern mit vielen Wallern kann das Fischgleichgewicht kippen, weil sie Bestände stark dezimieren.
Er hat kaum natürliche Feinde.
Ohne Regulierung vermehren sie sich stark und werden immer größer und somit zu einer zunehmenden Gefahr für unsere heimischen Fischarten. Durch die Entnahme soll die Artenvielfalt in unseren Gewässern erhalten bleiben.

Waller wurden teilweise künstlich eingesetzt. Wärmere Gewässer (Klimawandel) begünstigen ihre Vermehrung. Bedingt dadurch entstehen teils unnatürlich hohe Bestände.

Die Entnahmepflicht ist eine bewusste Maßnahme der Fischereibehörden und Vereine, um
Bestände zu regulieren und
ein stabiles Ökosystem zu erhalten.

Schickt uns gerne Bilder von euren Fängen.

Petri Heil
Markus

Offene Feuerstellen vermeiden!

In Deutschland ist offenes Feuer im öffentlichen Raum und in der freien Natur in der Regel nicht erlaubt bzw. genehmigungspflichtig. Auch an unseren Gewässern ist z.B. das Grillen mit festen Brennstoffen daher nicht gestattet! Diese Maßnahme dient zum Schutz der Flora und Fauna, der Vermeidung von Brandgefahren und der Reduzierung von Rückständen.

Zu festen Brennstoffen zählen z.B. Holz, Kohle oder Briketts.

Die Nutzung einer kleinen Champingkochstelle (Gaskartusche bis max. 500g) wird unter Beachtung der allgemeinen Brandgefahr eingeschränkt geduldet, sofern es unter Einhaltung gesetzlicher Vorgaben (BayWaldG, BayNatSchG und VVB)
erfolgt.

Hier noch ein paar nützliche Tipps:

Schutzgebiete
In Naturschutzgebieten, Vogelschutzgebieten und Biotopen
gilt ein absolutes Nutzungsverbot für jede Art von Kochstellen!

Brandschutz-Abstand
Auch wenn es nur eine kleine Champingkochstelle ist, solltest sie fernab von trockener Vegetation genutzt werden.

Gefahrenstufen
Bei starkem Wind ist jegliches offenes Feuer im Freien zu unterlassen. Die Empfehlung des Deutschen Wetterdienstes zum Waldbrandgefahrenindex (WBI) ist zu beachten.

Hitzestrahlung
Achte darauf, dass die Campingkochstelle nicht auf trockener Vegitation steht. Steine, eine Sandstelle oder ein kleines Metalltischchen ist ideal, um die Hitzeabstrahlung nach unten abzufangen.

Sicherer Stand
Auch wenn die Champingkochstelle klein ist, sollte sie kippsicher stehen.

Aufsicht
Auch Champingkochstellen müssen ständig beaufsichtigt werden, beim Verlassen muss diese vollständig erloschen sein. Das herstellen einer Löschbereitschaft empfiehlt sich.

Müll ordnungsgemäß entsorgen
Bitte helft mit!
Nehmt allen Müll, auch organische Reste, wieder mit nach Hause. Leere Gaskartuschen gehören ordnungsgemäß entsorgt.

Der Verzehr gefangener Fische am Angelplatz ist nicht gestattet!

Petri Heil und genießt die beginnende schöne Zeit am Wasser

Gemeinsam unsere Uferlandschaft schützen

Liebe Mitglieder,

leider erreichen uns zur Zeit viele Meldungen, wo Mitglieder mit ihrem Fahrzeug bis ans Wasser, bzw in Wiesen einfahren.

Unsere schöne Uferlandschaft liegt uns allen am Herzen. Um den Boden zu schonen und die Natur zu erhalten, bitten wir euch herzlich, nicht mit dem Fahrzeug bis direkt ans Wasser zu fahren. Das gilt auch für das „nur“ kurze Be- und Entladen. Bitte nutzt stattdessen die ausgewiesenen Parkplätze und transportiert euer Equipment für das letzte Stück Weg ans Wasser, zum Beispiel mit einem Handwagen.

Gerade im Hochsommer ist das Gras auf den Wiesen oft staubtrocken. Die Abgasanlage und der Katalysator eures Autos werden im Betrieb extrem heiß (über 300 Grad). Wenn diese heißen Bauteile mit trockenem Gras in Kontakt kommen, kann in Sekundenschnelle ein Brand entstehen, der sich rasend schnell zu einem Flächenbrand ausweiten kann.

Bitte bedenkt auch, dass das Befahren von Wiesen, Äckern und Waldflächen rechtliche Konsequenzen haben kann.

Vielen Dank für euer Verständnis und eure Mithilfe, damit wir unsere Natur gemeinsam sicher genießen können!
Eure Vorstandschaft