Im Frühling kehrt das Leben in unsere Gewässer zurück
Es gibt kaum etwas Entspannenderes, als am Ufer zu sitzen und dem Treiben zuzusehen. Wenn die Sonne das Wasser glitzern lässt und man das erste Mal wieder ohne dicke Jacke draußen sitzen kann.
Besonders faszinierend ist, wie schnell sich alles wandelt. Gestern war noch alles grau, und heute sieht man überall das Frühlingserwachen. Dieser Umschwung ist fast magisch.
Besonders am Wasser wirkt alles wie ein Zeitraffer. Morgens liegt noch Nebel über dem Schilf, und mittags tanzen schon die ersten Zitronenfalter oder Libellen in der Sonne.
Sobald die Wassertemperaturen steigen und die Tage länger werden beginnt der jährige Zyklus des Lebens, sowohl auf der Oberfläche als auch unter Wasser.
Mit der Erwärmung des Wassers beschleunigt sich der Stoffwechsel der Fische, was sie deutlich aktiver macht. Karpfen verlassen ihre Winterruhe in den tiefen Schichten und beginnen, in flachere, wärmere Bereiche zu ziehen, um Nahrung zu suchen. Bei den Forellen beginnt eine intensive Jagdzeit, da die Fische nach der Winterpause viel an Energie benötigen.
Insekten und Kleinstlebewesen, das Fundament des Lebens am Wasser erwacht oft unbemerkt, aber massenhaft.
Pflanzen wie das Scharbockskraut bildet gelbe Teppiche in feuchten Waldgebieten nahe der Gewässer.
Sumpfdotterblumen leuchten auf weite Entfernung und man hört das laute Quaken der Frösche. Das alte Schilf weicht grünen Trieben, die wichtige Deckung für brütende Wasservögel bieten. Es ist, als würde jemand einen Schalter umlegen und die Welt wieder auf „bunt“ stellen.
Genießt die Veränderungen mit allen Sinnen, spürt die Energie der warmen Sonnenstrahlen und lasst Euch selbst anstecken wieder aktiv zu werden.
Wir wünschen euch viele spannende Momente an unseren Gewässern.
Petri Heil für die neue Saison.
Markus
