Schwarzmundgrundel

Die Schwarzmundgrundel, auch Schwarzmaul-Grundel genannt, ist eine invasive Fischart, die aus dem Schwarzmeerraum, ebenso die Zebramuschel, stammt und sich in viele Gewässer stark ausbreitet und inzwischen eine große Bedrohung für die Biodiversität in unseren heimischen Gewässern darstellt.

Sie ist in Bayern in verschiedenen Gewässern, wie dem Main-Donau-Kanal, der Aisch und zahlreichen Flüssen und Seen, nachgewiesen worden und auch leider in unseren Gewässern angekommen. 

Jeder von uns ist mit ihrer Anwesenheit schon konfrontiert worden, da sie sich immer wieder am Köder zu schaffen macht. 

Da sie als Neozoon und somit als eine invasive Art gilt, *dürfen gefangene Schwarzmundgrundeln nicht wieder in die Gewässer zurückgesetzt werden.*

*Fischerei und Schwarzmundgrundeln*

Aufgrund ihrer Verbreitung und ihres Vorkommens in Bayern haben sich beispielsweise Zander, gut auf sie als Beute eingestellt und sind deshalb für uns als Angler ein durchaus vielversprechender Köderfisch. Aber auch als Speisefisch soll sie sich gebraten gut eignen. 

Bitte helft mit eine weitere Ausbreitung zu verhindern und entnehmt gefangene Schwarzmundgrundeln dem Gewässer. Eine Fanglimit besteht nicht.

Petri Heil 

Markus 

Foto: Radek Seidl – kommissarischer Gewässerschutzbeauftragter

Die unscheinbare Gefahr

Er bewohnt strukturreiche, fließende Gewässer, Teiche, Seen in ganz Europa. Er ist tolerant gegenüber hohen Temperaturen und auch in schlammigen Gebieten zu finden. Für diesen Allesfresser zählen Aas, Pflanzenteile, Laich, Fischbrut und Amphibien zum Nahrungsspektrum. Meist erfolgt die Futtersuche in der Nacht. Die Paarung findet einmal im Jahr im Herbst statt.

Er stammt ursprünglich aus Nordamerika, ist somit ein Neozoon, also eine nicht heimische Tierart. Der Signalkrebs (Pacifastacus leniusculus) sieht eigentlich ganz harmlos aus, bedroht aber die einheimischen Edel- und Steinkrebsbestände.  1970 wurden 2.000 Exemplare, des aus Nordamerika stammenden Signalkrebs, in Österreich ausgesetzt. Ziel war es, Bestandslücken der heimischen Flusskrebse zu füllen.

Signalkrebse sind jedoch Überträger der Krebspest.

Für Menschen, Haus- und Nutztiere gilt die Krankheit als ungefährlich, für seine Artgenossen ist sie aber tödlich. Die Krebspest befällt das Nervensystem von heimischen Edelkrebsen, Steinkrebsen und anderen. Die meist akut verlaufende Pilzerkrankung kann innerhalb weniger Wochen ganze Flusskrebspopulationen vernichten. Der Edelkrebs ist bereits stark vom Aussterben bedroht, was erhebliche Auswirkungen auf das Ökosystem haben kann. Zudem sind sie in ihrer Ausbreitung nur schwer einzudämmen: Wehre oder Querverbauten in Bächen und Flüssen umgehen sie einfach über den Landweg.

Merkmale:

-Signalkrebse sind mittelgroß, werden 12 bis 16 cm lang und haben eine glatte, braune Färbung

-Sie haben einen weißen bis türkisen Fleck am Gelenk des Scherenfingers und eine rot gefärbte Scherenunterseite

-Signalkrebse sind Allesfresser und ernähren sich von Pflanzen, Aas und lebenden Beutetieren

-Sie sind nachtaktiv und vermehren sich einmal im Jahr im Herbst

-Weibchen legen bis zu 400 Eier und ziehen die Larven an ihren Schwimmfüßen groß

Aktuell finden an unseren Gewässern gezielte Befischungen, zur Zählungen der Population und dessen Verbreitung statt. Leider zeigt unsere Pegnitz, ab dem großen Sandfang bis Behringersdorf, eine großen Bestand dieser wehrhaften Eindringlinge auf.

Angler und Fischer sind bei der Eindämmung gefragt

Eindämmen können die Signalkrebse letzten Endes nur Angler und Fischer. Signalkrebse gelten nämlich als sehr schmackhaft. Hierfür ist jedoch eine Ausnahmegenehmigung erforderlich. Als Beifang gefangene Signalkrebse dürfen nicht wieder zurückgesetzt werden und sind dem Gewässer zu entnehmen. 

Petri Heil

Markus

Foto: Mondo Onishi – Kontrolleur

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