Liebe Vereinsmitglieder,
leider müssen wir aufgrund von Besatzmaßnahmen die nachfolgenden Gewässer für die Ausübung der Fischerei sperren.
Die Sperrungen sind im Bayerischen Fischereigesetz (BayFiG), §14 verankert und von uns verbindlich einzuhalten.
Die Gewässersperrungen sind erforderlich, damit sich unsere Neuzugänge in Ruhe eingewöhnen können.
Nachfolgend die betreffenden Gewässer:
Waldweiher (Ruppertweiher)
12. April bis einschl. 09. Mai 2026
Warum überhaupt Gewässersperrungen nach dem Fischbesatz?
Uns ist bewusst, dass diese Einschränkungen für euch ärgerlich sein können. Wir möchten jedoch klarstellen, dass dies keine willkürliche Entscheidung der Vorstandschaft ist, sondern eine gesetzliche Pflicht für alle bayerischen Fischereivereine.
Die Rechtslage
Gemäß § 14 des Bayerischen Fischereigesetzes (BayFiG) müssen Gewässer nach dem Besatz mit fangfähigen Fischen (Fische, die das Schonmaß erreicht haben) zwingend gesperrt werden:
Das Ordnungsamt Nürnberg hat uns am 19.03.2026 explizit schriftlich dazu aufgefordert, diese Vorgaben strikt einzuhalten. Hintergrund sind unter anderem anonyme Anzeigen gegen Nürnberger Vereine.
Ein Verstoß ist kein Kavaliersdelikt, sondern kann mit Bußgeldern von bis zu 7.500 Euro geahndet werden.
Oft kommt die Frage auf, warum wir nicht zu anderen Zeiten oder mit kleineren Fischen besetzen. Wir haben alle Optionen geprüft:
Besatz im Herbst:
Das Risiko durch den Kormoran ist im Winter extrem hoch. Bei gefrorenen Seen konzentrieren sich die Räuber auf die Fließgewässer – wir würden im Frühjahr vor leeren Gewässern stehen.
Besatz im Frühjahr:
Schneeschmelze und Hochwasser können den Besatz (wie in diesem Jahr) unkontrolliert in den Wöhrder See abtreiben. Eure Mitgliedsbeiträge wären damit sprichwörtlich „den Bach runter“.
Untermaßige Fische:
Dies würde die Sperre zwar umgehen, bedeutet aber auch, dass wir Fische einsetzen die noch nicht gefangen werden dürfen. Die Erfahrung aus 2024 zeigt, dass dies zu Unmut führt, zudem ist die Sterblichkeit (verangeln) bei zu kleinen Fischen deutlich höher.
Spontane Besatztermine:
Da wir Mengen und Termine bereits ein halbes Jahr im Voraus beim Züchter festlegen müssen, ist eine kurzfristige Reaktion auf das Wetter kaum möglich.
Unser Fazit
Die Verwaltung hat sich entschieden, auf Nummer sicher zu gehen. Wir möchten einen gesicherten und gesunden Fischbestand in unseren Gewässern, statt auf gut Glück zu hoffen, dass Wetter und Kormorane uns verschonen.
Wir zählen hier auf euer Verständnis für diese notwendige Maßnahme, damit wir auch langfristig attraktive Fanggründe und einen finanziell gesunden Verein erhalten können.
Bei Fragen oder Anregungen meldet euch gerne bei uns.
Petri Heil,
Eure Vorstandschaft